Probengewinnung und -versand
Hinweise zur Serumgewinnung
- Etwa das Dreifache der später benötigten Serummenge an
Blut abnehmen.
- Zur Serumgewinnung das Blut bis zur vollständigen Gerinnung
in einem Röhrchen (ohne Zusatz) bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Zeit bis zum Eintritt der Gerinnung beträgt je nach Tierart
bis zu 2 Stunden.
- Anschließend das Material 5-10 Minuten bei 1000-3000 x g
zentrifugieren und den Serumüberstand abpipettieren. Manchmal ist
das Serum nach der ersten Zentrifugation geleeartig dick und kann nicht
mit der Pipette angesaugt werden. In diesem Fall wird der Serumpfropfen
mit einem Spatel von der Röhrchenwand abgelöst und die
Zentrifugation wiederholt.
Haltbarkeit der Seren
Für die Aufbewahrung von Serum gelten folgende allgemeine Regeln
und Zeitangaben:
- Serum kühl lagern
- Verschlossene Probengefäße
- Lagerung max. 1 Tag bei Raumtemperatur, 5 Tage bei 4 °C,
länger bei -20 °C.
Probenvolumen
- Für die in unserem Untersuchungsspektrum angegebenen
Untersuchungen ist ein Gesamtvolumen von 50-100 µl Serum pro Tier
in der Regel ausreichend.
- Lediglich die Bestimmung der LDH-Aktivität (zum Nachweis von
Infektionen mit dem Laktatdehydrogenasevirus bei der Maus) erfordert
ein zusätzliches Volumen von mind. 100 µl Serum (oder
Plasma) pro Tier. Da die LDH im Erythrozyten in höherer
Konzentration vorliegt als im Serum bzw. Plasma, ist
hämolysefreies Material erforderlich. Des Weiteren sollte das
Probenmaterial für diese Untersuchung umgehend versandt werden.
Versand der Seren
Anschreiben:
Nutzen Sie unseren am Computer ausfüllbaren Untersuchungsauftrag
im PDF Format:
Download
Verpackung:
Proben, bei denen aufgrund tierärztlicher Einschätzung nur
eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie Krankheitserreger
enthalten, können bei Einhaltung der folgenden
Verpackungsbedingungen als freigestellte veterinärmedizinische
Proben (ohne Angabe einer UN-Nummer) versendet werden.
- Verpackungsaufdruck: "FREIGESTELLTE VETERINÄRMEDIZINISCHE
PROBE"
- Dreiteilige Verpackung:
- ein oder mehrere wasserdichte Primärgefäße;
am besten Eppendorfröhrchen mit spitzem Boden (1,5 ml oder 0,7 ml)
verwenden. Sie erleichtern uns dadurch die Bearbeitung.
- wasserdichte Sekundärverpackung (mit ausreichend
saugfähigem Material zwischen Primär- und
Sekundärverpackung)
- ausreichend feste Außenverpackung (z. B. wattierter
Briefumschlag).
Hinweise zu anderen Proben
Kotproben
- Kotproben für den Nukleinsäurenachweis (PCR) sollten
mit sterilen Pinzetten gesammelt werden und möglichst frisch sein.
2-3 Kotpellets pro Tier reichen in der Regel aus.
- Um Kreuzkontaminationen zwischen Proben von verschiedenen Tieren
bzw. von Tieren aus verschiedenen hygienischen Einheiten zu vermeiden,
sollten die Pinzetten zwischen den Tieren bzw. Einheiten gewechselt
werden.
- Falls mehrere Mäuse aus einer hygienischen Einheit auf
Helicobacter spp. getestet werden sollen, können Sammelproben von
bis zu 10 Kotpellets (z. B. je 2 Pellets aus 5 Käfigen) gebildet
werden.
- Versand: siehe Versand der Seren (auf das saugfähige
Material zwischen Primär- und Sekundärverpackung kann
verzichtet werden).
Organproben
- Organproben für den Nukleinsäurenachweis (PCR) steril
entnehmen und sofort bei -20° C bis -80°C einfrieren.
- Transport möglichst auf Trockeneis.